
Nomaden am Lake Nam Tso. Während Maos Kulturrevolution war das Nomadenleben strengstens untersagt, das Vieh sowie die traditionellen Großfamilien kollektiviert und auf feste Siedlungen umgesiedelt. Hungersnot machte sich damals breit, wieviele starben ist bis heute ungeklärt. Nomaden galten einst im alten Tibet als Wohlhabende, eine Nomadenfamilie hatte durchschnittlich bis zu 100 Yaks und etwa 1000 Schafe. Heute zählen sie zu den ärmsten Bewohnern der Hochebene, 20-30 Yaks und etwa 300 Schafe ist nun eine übliche Größe. Auch heute noch müssen Nomaden fest zugewiesen Winterquartiere beziehen, so z.B. die Gegend rund um den Nam Tso. Im Sommer dagegen gilt für die Nomaden, im Gegensatz zu den Stadttibetern, Bewegungsfreiheit. Dann ziehen sie mit ihren riesigen Herden bis auf die Ebenen von Changtang in Ladakh, Indien oder bis an die Grenze zu Kirgisien. Lake Nam Tso, Northern Ü Region, Tibet 2009
